Meditation: Die Hoheitstitel Christi Heiland

HELIAND in meinem bayrisch-thüringischen Gesangbuch, zerlesen und gebraucht mit vielen Bildern von Kokoschka, Schmidt-Rottluff und anderen mehr, mir nicht so geläufig.

Mit Gedichten. Gebeten von Gläubigen und Atheisten, die sich so nennen.

Oder als solche in Anspruch genommen werden.

Heliand germanisch, zu deren Erlösung.

Wenn sie kamen und die Botschafter umbringen wollten, weil sie ihnen in ihr Handwerk pfuschten, das sie beherrschten: Mord und Totschlag.

Wenn sie kamen und die Missionare umbringen wollten, weil sie ihnen die Gebote Gottes vorhielten.

Wie die Propheten, die Gekreuzigten und Zersägten, Gemarterten, die Heiligen.

In HEIDENANGST.

Wie immer bis auf den heutigen Tag.

Der Tod ist ein Meister in Deutschland.

Doch einige ergriffen die Chance wegen der Predigt von dem Opfer des Einen.

Nun sind nicht mehr gefordert die Opfer der Angst.

In ihren Wälder, in denen sie hingen.

Die Erstgeborenen. die Söhne. Die Liebsten.

Wie in einem bösen Märchen.

DER LIEBE HERR HEILAND

DER ERHÖHTE

DER GEKREUZIGTE.

UND AUFERSTANDENE

In Zeiten des Kranzes.

Corona.

Wo wird der gepredigt von den Oberen, den Bischöfen.

Wo ist der Raum und die Zeit für IHN.

Ja, sicher das Heil.

Es genügt.

Und es ist ganzheitlich.

TROTZDEM

Kirche bedeutet: konkret.

Kirche bedeutet: Raum.

Kirche bedeutet, es ist an der Zeit: ZU ERINNERN.

Gott ist mein Arzt.

Meine Burg.

Mein Fels.

Corona.

Aller Abstand ist gut.

Aber näher mein Gott zu Dir.

Aller Mundschutz ist besser als nichts.

Aber Dein Wort in meinem Herzen.

Aber der Raum des Heilandes darf nicht verschwiegen werden.

Sonst versiegen die Quellen der Kraft und wir verwenden Formeln.

Dann kommt die Bedeutungslosigkeit.

Ostern ohne Auferstehung.

Es geschieht das Wunder in der Anrufung des Heiligen Geistes.

In der EUCHARISTIE.

Das Geheimnis EKKLESIA.

Das Heilige.

Der Kranz

Wir winden dir den Jungfernkranz

ganz

wir geben nicht nach

was unsere Krankheiten angeht

und die dazugehörige Eitelkeit

wir pflegen sie

und sind unnachgiebig genau in der Beschreibung der Fehler der anderen

Wir machen den Kult aus dem Abstand und achten nicht darauf was unser Mund sagt

Demut

?

Es ist korrekt das Tuch umzulegen um Hals Nasen und Mund

perfekt

zurückgeworfen auf den Egoismus des Heils.

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Athos
Am Morgen

JUDICA

Die Namen der Sonntage richten sich nach den Psalmen, die zu jedem Sonntag gehören. In unserem Fall ist das der Psalm mit der Nummer 43.

Du findest den in jeder Vollbibel – das so genannte Alte Testament und das Neue Testament vereint in einem Band.

Aber auch in fast jedem Neuen Testament – sozusagen im Anhang.

Psalmen sind Gebete, gesungene Gebete in der jüdischen Gemeinde, aus der Jesus – von Gott gesandt – hervor gegangen ist. Wenn wir einen Psalm beten, beten wir ihn mit Jesus.

„Gott, schaffe mir Recht und führe meine Sache wider das unheilige Volk und errette mich von den falschen und bösen Leuten !….

Sende deine Licht und deine Wahrheit, daß sie mich leiten und bringen zu deinem heiligen Berg und zu deiner Wohnung, daß ich hineingehe zum Altar Gottes, zu dem Gott, der meine Freude und Wonne ist,

und dir, Gott, auf der Harfe danke, mein Gott.

Was betrübst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, dass er meines Angesichts Hilfe und mein Gott ist.

Alles, aber auch alles kommt in diesem Psalm vor. Zu allererst ist da die große Unruhe. Da gibt es Feinde, sicher auch Freunde. Ein großes Durcheinander: das unheilige Volk, die bösen Leute. Schaffe mir Recht? In einer etwas älteren Ausgabe wird übersetzt aus dem Hebräischen nicht: SCHAFFE MIR RECHT!!!, sondern: RICHTE MICH, Gott…

In Schwaben habe ich gelernt: vorrichten, richten ist etwas Positives. Bei uns, auch bei mir hat es etws Blutrünstiges an sich, so etwas zu sagen. Nein: Geraderücken, Haltung, aufrechter Gang, so hätte ich das Wort RICHTEN übertragen.

Dann gibt es ein Plus für das Gute Gericht. Für die Gerechtigkeit. Viele Menschen verneinen die rechtliche Dimension, die alles Leben hat. Auch und gerade in einer Zivilisation wie der unsrigen. Und auch und gerade in archaischen Gesellschaften. Das Recht richtet, nicht der böse Richter. Es richtet uns aus: „Richte mich, Gott und führe meine Sache wider das unheilige Volk und errette mich vor den bösen und falschen Leuten.“ Der Beter unterstellt sich dem Gericht Gottes, seiner klärenden Wirkung.

Selbst das Jüngste Gericht ist für den Christen, den Nachfolger, die Nachfolgerin Christi nicht der Hammer, vor dem wir fliehen müßten, sondern der Gnadenraum in dem wir zur Vernunft gebracht werden, ja auf den wir hoffen (Walter Nigg).

Deswegen ist der Satz von Schiller: „Geschichte ist Weltgerichte“ zwar etwas Weltbewegendes aber nicht Weltzerstörendes. Nichts Dunkles, sondern Helles.

Oder Ranke: Alle Geschichte ist Geschichte zu Gott hin.

Also richte du mich, o Herr, nicht die bösen Leute, nicht das unheilige Volk. Wenn ich mich dem stelle, habe ich keine Angst mehr vor ihnen. Dann werde ich auch Recht bekommen, wo es mir zusteht. Und ich stehe nicht als frommer Rechthaber da.

Wer betet, geht in sich. Konzentriert sich auf das Wesentliche.

Ist auch in der Lage sich mit Gottes Hilfe zu verteidigen.

Auch gegenüber Falschaussagen und Verleumdungen.

Das Evangelium für den diesjährigen Sonntag JUDICA (2020) könnt Ihr in Eurer Bibel nachlesen bei Markus 10, 35 -45.

S. dazu POLIS, Predigt zur Einführung der Stadtverordneten in Altenburg/Thüringen nach den 1. Freien Kommunalwahlen nach der Diktatur des Proletariats in Deutschland(DDR) im Frühjahr 1990. Im Buch: PREDIGEN AUF DEM MARKT (Frommverlag Saarbrücken mit Bildern, epubli Berlin ohne Bilder) S. 9 ff. In allen Buchhandlungen, Portalen.

Okuli

Meine Augen sehen stets auf den Herrn.

Wer seine Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt für das Reich Gottes.

Nun singen sie wieder vor dem blauen Vorhang oder hinter dem blauen Vorhang. Den ewigen Gesang der Konzentration.

Den Singsang der Jahrtausende, den Grabgesang.

Den Lobgesang des Augenblicks.

Stündlich die Erbauung.

Sieh nicht von außen zu, sondern reih‘ dich ein, sing mit.

Du kannst es.

*Zum Geburtstag von Margard Wohlfarth, eingestellt von ihrem Mann Michael Wohlfarth: gut, besser am besten… Glückwünsche. Knapp am Limit gefeiert: Corona 19/20, kurz vor Versammlungsverbot in Berlin (12.3. 20), dann in Leipzig (Sonnabend darauf). – Gottesdienste fielen schon aus.

Nächster Sonntag ist JUDICARE: Durch die Meinungsfreiheit ist gedeckt, jemanden als Faschisten zu bezeichnen. Was ist Meinung Opinio? Was ist Hoffnung? Übel riechend. Fragwürdig… Rechtsspruch zu Höcke (AfD) läßt zu, ihn als Nazi zu bezeichnen.
Durch den Pressetransport: Er ist Nazi. Er ist Faschist. Dieses MIßverständnis ist gewollt. – Wir aus der DDR: Das Recht wurde in der DDR mißbraucht, um das Unrecht zu verbergen. Die westdeutsche Gesellschaft als unmittelbarer Rechtsnachfolger des sogenannten 3. Reiches mit all seinen Verbrechen in der so genannten Nationalen Revolution rechtfertigt ihre Tricks mit der Verkleidung eben dieser Verbrechen durch die Nationalsozialisten – auch mit dem Recht. – Wo ist Gott, wo ist das Recht. Wo Gerechtigkeit. Alles Recht der Welt zerbricht am Kreuz von Golgatha – und wir können auf das Licht der Auferstehung hoffen in der Dunkelheit.
Henkelkreuz aus Ägypten, das Zeichen der Altenbruger Akademie

Paulus, der Lehrer der Völker

Saulus, der Pharisäer

der Schriftgelehrte

der Segeltuch – Weber

der Dialektiker

der Rabbi

der vom Pferd stürzt

der Christus sieht und blind wird.

Erst der Mut der Gemeinde, sich mit Feinden einzulassen, weil JESUS gesagt hat: Liebet eure Feinde, seid barmherzig,

macht

ihn

sehend.

Ein Wunder.

Was haben Sie auf einmal gegen den Apostel, gegen die Kirchenväter, Augustinus, Luther sicher auch. Kierkegaard? – es ist peinlich. Antisemiten? Dann sollten wir wirklich das Vaterunser ändern, die dunklen Stellen, wie Gott den Pharao heimsucht. Vieles. Den Abraham. Isaak. Jakob. Ja, das Kreuz ist auch dunkel.Wie kann Gott seinen Sohn opfern.- Wir wollen lieber Fasten sagen, ohne zu fasten. Und nicht Passion. Und lieben ohne Leidenschaft. Wollen wir das wirklich? Geben Sie mir eine Antwort. Aber ehrlich.
Verteidigung jenseits der Seine in Paris

Pilgerschaft

Michael Wohlfarths Blog

Die Verklärung auf dem Berg Tabor stellt die Sehnsucht der Menschen dar

zu sein.

Glücklich zu sein.

Da zu sein.

Ewig zu sein.

Augenblicklich zu sein.

Goethe.

Faust.

Gretchen.

Die Versuchung

zu sein wie Gott.

Im Paradies zu sein.

Wie Urlaub, sagt der Prediger.

Nicht WERDEN – SEIN.

Ein legitimes Bedürfnis.

Ein religiöses Bedürfnis.

Gewesen Sein. […]

Ontologie — Michael Wohlfarths Blog

1988 haben Margard Wohlfarth, Beathe Tostlebe, Dieter Fleischmann (meth. Prediger, Mothes (Priester), Wohlfarth (ev.Pfarrer), Fritjof Tostlebe u.a.m. DIE ALTENBURGER AKADEMIE gegründet.Unter den Augen der Staatsicherheit mit 500 Akten Margard und Michael WohlfarthOV OPERATIVER VORGANG:“Zersetzung einer Diskussion“.Diese Bezeichnung ist falsch und wirkte auf uns wie eine Verharmlosung. Ziel in meinem Fall (der Akte) ZUCHTHAUS ODER ABSCHIEBUNG.Typisch für „HistorikerInnen“ aus Erfurt in unserem Fall.

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HESEKIEL

Athos

Wer war er?

Ein Prophet.

Was sind Propheten?

Sagen sie die Zukunft voraus?

Auch.

Was heißt auch. Was denn noch.

Sie erinnern uns an den Weg mit Gott, wenn wir im Begriff sind, ihn zu verlassen. Das ist nicht immer angenehm; weder für den, der erinnert, noch für den, der erinnert wird.

Woher haben die Propheten die Kraft dazu, gegen den Strom der Zeit zu schwimmen? Woher haben sie den Mut dazu. Sie haben eine Erfahrung mit dem, der sie sendet. Sie haben ein „Sendungsbewußtsein“. Sie gehen den Menschen auf die Nerven, wenn es sein muß. Warum und wann muß es sein? Wenn zum Beispiel die Kirche sich verirrt und es eine Korrektur geben muß, um eine Herausgerufene zu bleiben und nicht einfach die wird, die alles mitmacht. Nur weil es dann so schön nett wird. Sören Kierkegaard hat das viel drastischer formuliert.

„Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, tritt auf deine Füße, so will ich mit dir reden. Und als er so mit mir redete, kam Leben in mich und stellte mich auf meine Füße und ich hörte dem zu, der mit mir redete. Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, ich sende dich zu den Israeliten, zu dem abtrünnigen Volk, das von mir abtrünnig geworden ist. Sie und ihre Väter haben bis auf den heutigen Tag wider mich gesündigt. Und die Söhne, zu denen ich dich sende, haben harte Köpfe und verstockte Herzen. Zu denen sollst du sagen: SO SPRICHT GOTT DER HERR! – Sie gehorchen oder lassen es – denn sie sind ein Haus des Widerspruchs – dennoch sollen sie wissen, daß ein Prophet unter ihnen ist.“

In unseren Textzusammenhängen wird der Prophet in das Wächteramt gerufen, der darauf achtet, daß in aller Verwirrung des Krieges, der Unterdrückung, der Wegführung Israels die lebenserhaltende Substanz für den einzelnen und die Gemeinschaft der Glaubenden nicht weggeworfen wird, sondern eingenommen wird wie Medizin. Um zu bleiben in der Fremde als das, was von Anfang an der Schöpfer gemeint hat. Um zu werden unterwegs, in Gefangenschaft, in Bedrohung, als das, zu was der HERR sie berufen hat in seinem Bund.

Es ist gerade ein Verein gegründet worden, der den Namen hat: GLAUBEN, MUT, FREIHEIT. In der Tradition von 1989 als Christen sich in der Kraft des Glaubens verbündet haben mit Nicht-Christen und Nicht-Glaubenden. Damit es nicht vergessen wird unter Christen: wir sind nicht bündnisfähig, also auch nicht politikfähig, wenn uns der GLAUBE ausgeht. Wenn die Reihenfolge nicht mehr stimmt. Das genau entspricht dem prophetischen Auftrag, den wir damals angenommen haben: Das Evangelium zu verkündigen „einem halsstarrigen Volk“, „dem Hause des Widerspruchs“.

Erst dann kann es Mut geben. Und nur dann wächst Freiheit. Freiheit zum Frieden, Freiheit zur Gerechtigkeit.

„Geh, iß das Wort Gottes, die Substanz. Verinnerliche sie. Die Schrift, damit du keine Angst hast weder vor diesem Haus, deinem eigenen Haus des Widerspruchs, noch vor denen, die dein Volk weggeführt haben.“

Durch das H ö r e n auf das Wort Gottes kommt der notwendende GLAUBE, sagt Jesus zu seinen Jüngern.

Dasselbe sagt der HERR zu seinem MENSCHENKIND, zu allen MENSCHENKINDERN.

Erst wenn der GLAUBE gewachsen ist wie ein Senfbaum, wird es die Frucht des Mutes geben.

Die Kraft zum Kämpfen. Im Alltag, in der eigenen Existenz. Und historisch – eine Zukunft für die an den Flüssen Babylons. Dann hat das Weinen ein Ende. Eine Umkehr findet statt. Und dann vielleicht auch eine Rückkehr in das geschändete Land, in die geschändete Stadt, um sie wieder aufzubauen. Um mit der 2. Chance zu leben.

Sie müssen ihre Identität behalten und wiederfinden, sonst ist alles verloren.

Also: Was ist ein Prophetenamt?

Einmalig sagt die Religionsgeschichte. Nur so: im Judentum!

Wir stehen in einer Reihe mit Mose, der sich auch weigern wollte, den Auftrag zu übernehmen. Mit allen Propheten, die sich weigerten, weil sie nicht gut reden konnten, weil sie wußten: die Nähe Gottes verändert alles. Sie kann auch verbrennen. Das Feuer des lebendigen Gottes.

Und doch, sie sahen seine Herrlichkeit, gerade in Bedrängnis. Sein Angesicht. Es war ihnen gar nicht möglich, sich zu entziehen. Auf einmal war die aufgerichtete Kraft Gottes in den Ebenen Assyriens und Babylons keine Bedrohung mehr, sondern Schutz und Schirm und Engelshand – wenn sie widersprechen. Wenn sie die Freiheit gegen sich selber benutzen, um es nicht zu hören: Das Wort Gottes – an sie gerichtet.

Das WORT DES HERRN.

Ja, sie können NEIN sagen.

Ja, sie können JA sagen.

Sie hören oder sie lassen es.

Hesekiel hat es ihnen vorgelegt. Sein Wort, sein Gesetz, sein Sakrament. Seine GNADE. „Sie hören es und befolgen es. Oder sie lassen es sein. Das Haus des Widerspruchs. Bekümmere Dich nicht, sage, was Du zu sagen hast. Sie haben eine Stirn aus Erz. Du sollst sie auch haben. – Spricht der, der mit dir geht.“

Wie haben wir gesungen: „Ich möchte, daß einer mit mir geht, der das Leben kennt, der mich versteht… Sie nennen ihn den Herren Christ, der für uns in den Tod gegangen ist.“ – Ich erinnere mich. AMEN. SO SEI ES. Hier kannst Du ein eigenes Gebet sprechen aus dem Schatz Deiner Erinnerung. Tu es. BITTE. Sei Berlin, sei Sonntag in Berlin, sei WOSKRESENIE. AMEN. Amen.

Passion und Auferstehung. WORT UND SAKRAMENT. Nimm es. BITTE.

Textgrundlage Hesekiel 2, 1 – 5, 8 – 10; 3, 1-3