Hervorgehoben

Meditation: Die Hoheitstitel Christi Heiland

HELIAND in meinem bayrisch-thüringischen Gesangbuch, zerlesen und gebraucht mit vielen Bildern von Kokoschka, Schmidt-Rottluff und anderen mehr, mir nicht so geläufig.

Mit Gedichten. Gebeten von Gläubigen und Atheisten, die sich so nennen.

Oder als solche in Anspruch genommen werden.

Heliand germanisch, zu deren Erlösung.

Wenn sie kamen und die Botschafter umbringen wollten, weil sie ihnen in ihr Handwerk pfuschten, das sie beherrschten: Mord und Totschlag.

Wenn sie kamen und die Missionare umbringen wollten, weil sie ihnen die Gebote Gottes vorhielten.

Wie die Propheten, die Gekreuzigten und Zersägten, Gemarterten, die Heiligen.

In HEIDENANGST.

Wie immer bis auf den heutigen Tag.

Der Tod ist ein Meister in Deutschland.

Doch einige ergriffen die Chance wegen der Predigt von dem Opfer des Einen.

Nun sind nicht mehr gefordert die Opfer der Angst.

In ihren Wälder, in denen sie hingen.

Die Erstgeborenen. die Söhne. Die Liebsten.

Wie in einem bösen Märchen.

DER LIEBE HERR HEILAND

DER ERHÖHTE

DER GEKREUZIGTE.

UND AUFERSTANDENE

In Zeiten des Kranzes.

Corona.

Wo wird der gepredigt von den Oberen, den Bischöfen.

Wo ist der Raum und die Zeit für IHN.

Ja, sicher das Heil.

Es genügt.

Und es ist ganzheitlich.

TROTZDEM

Kirche bedeutet: konkret.

Kirche bedeutet: Raum.

Kirche bedeutet, es ist an der Zeit: ZU ERINNERN.

Gott ist mein Arzt.

Meine Burg.

Mein Fels.

Corona.

Aller Abstand ist gut.

Aber näher mein Gott zu Dir.

Aller Mundschutz ist besser als nichts.

Aber Dein Wort in meinem Herzen.

Aber der Raum des Heilandes darf nicht verschwiegen werden.

Sonst versiegen die Quellen der Kraft und wir verwenden Formeln.

Dann kommt die Bedeutungslosigkeit.

Ostern ohne Auferstehung.

Es geschieht das Wunder in der Anrufung des Heiligen Geistes.

In der EUCHARISTIE.

Das Geheimnis EKKLESIA.

Das Heilige.

Der Mann auf dem Berg

Inzwischen ist es Herbst geworden, richtiger Herbst. Manche sagen seit anderthalb Monaten, meteorologisch gesehen. Ich möchte bei m Kalender bleiben: seit 4 Wochen. Milde, kühl. Warm. Kalt. In der Nacht und am Tag. Pilze kaum, oder wir kommen zur Unzeit. Die schönsten – wie immer – die ROTEN. Die Giftigen. Die den Rausch verursachen.

Regen. Regen. Regen. Gott sei Dank. Sogar nachts, damit die Bummler trotz allem einen schönen Tag haben. Mir fällt ELIA ein, der Gott bittet, dass es nicht regnet, damit die gestraft würden, die es seiner Ansicht nach auch verdient haben: „Das halsstarrige Volk.“ Mir fällt ELIA ein, den Mendelsohn vertont hat. Der Gott bittet, dass es regnet, weil es ja nun genug ist.

Ich freue mich, wenn der Regen fällt. Laut und leise.

Mir fällt auch NOAH ein, der einen Regenbogen gesehen als Bundeszeichen für die Erhaltung der Welt. Dass sie nicht aufhört. Nach der Sintflut. Und mir fällt der Mann auf dem Berg ein: MOSE, nach dem eine ganze Religion benannt worden ist – die MOSAISCHE. Er empfängt die Gesetzestafeln auf denen die Gebote stehen, nach denen wir leben sollen, damit unsere Kultur, die wir uns mühsam aufgebaut haben nicht untergeht, damit menschliches Zusammenleben möglich bleibt – trotz und wegen aller Konflikte.

Der Predigttext zum 18. Sonntag in der Trinitatiszeit am 11. 10. 2020 ist zu finden im so genannten deuteronomistischen Geschichtswerk im AT.

Er steht im 5.Buch Mose (Deuteronomium) Kap.30, 11 – 14. Da ist der Mann Gottes nicht mehr auf dem Berg, sondern er legt die Gebote, die im Grunde Verheißungen sind, seinem Volk vor.

Sie sollen sich entscheiden, ob sie den Weg des Heils oder des Unheils gehen wollen. Ob sie den Weg Gottes gehen wollen – jeden Weg mit ihrem Gott, der sich ihnen offenbart hat- oder ihren eigenen Weg, ohne den HERRN.

Die Predigt ist gehalten worden unter Corona – Bedingungen am 11. Oktober 20 in der Jesuskirche zu Kaulsdorf (Berlin), der Wirkungsstätte von Probst Grüber. Eine Erinnerungstafel erinnert an ihn, der den verfolgten Juden Hilfe anbot in der Zeit, als der National – Sozialismus in Deutschland herrschte.

Nimm und lies!

Einigungsgrüsse

Am Tag der Deutschen Einheit haben wir uns aufgemacht und sind bei schönem Wetter in die Innenstadt Berlins gefahren. Unser Ziel: Anklamer Straße. Dort konnten wir gut unseren roten Käfer abstellen, dachten wir. Aber da meine Frau Margard nicht so sehr gerne läuft, sind wir um die Ecke gebogen, die ehemalige Egon – Schulz – Straße hoch gefahren, sehr nahe an die ehemalige Grenze mitten in Berlin. Dort war auch noch eine Lücke. Und feiertags keine Parkgebühren. Die Glocken läuteten schon. Jetzt draußen auf dem Roggenfeld die Glockentürme mit drei GLocken. Aus der gesprengten Versöhnungskirche? Das wissen wir nicht. Andere Teile wie Altar, Stuckelemente sind aufgehoben und aus- bzw. wieder aufgestellt in der neuen Versöhnungskapelle aus Holz. Alles ein paar Schritte abwärts. Die Strelitzer (Schulz) – Straße links abbiegen, die Bernauer entlang, weil da Sonne ist gegen 11.00 Uhr am 3.Oktober 2020. Dreißig Jahre Wiedervereinigung. Gefeiert in unserem Kietz (von 1969 bis 1975) ohne dreifache Mauer, nur noch die Grundrisse aus Stahl, gegossen in die Wiese hinein, des Regimes, des GRENZREGIMES, sichtbar. An den Stirnwänden Richtung Süden: z.B.Ackerstraße, die dramatischen Szenen der Flucht. Auf der Westseite die Bernauer Fassaden WEST. Nie gesprengt. Wie die Versöhnungskirche, wie die andere Seite der Straße: OST. ALso draußen CORONA. Ein farbiger Prediger aus Neukölln mit seiner Band. Mir genügt das Offene HOLZZELT mit dem Altar der neogotischen Versöhnungskirche, hergegeben 1975 in einem DEAL die Evangelische Kirche in Berlin für ein Grundstück in dem Stadtteil, in dem unsere ersten beiden Kinder geboren wurden: Kaulsdorf, damals Ortsteil Berlins, Hauptstadt der Deutschen Demokratischen Republik. Dort steht jetzt seit über 5o Jahren eine ähnliche Kirche aus ähnlichem Material wie die NEUE VERSÖHNUNGKIRCHE AUF DEM EHEMALIGEN GRENZSTREIFEN ZWISCHEN BERLIN-OST UND BERLIN-WEST. Nach dem Fall der Mauer errichtet. Ich sitze in dieser Kapelle und bin froh, daß die Kirchen ihre Türen aufmachen. Jetzt müssen sie es, endlich, weil es draußen noch gesünder ist, zu singen. Draußen wird gebetet, gesungen. Der Prediger ist noch nicht am Ziel, ich aber gehe die Stufen hinunter Richtung Süden. Da ist ein Friedhof mit einem Kreuz, gestiftet von Friedrich Wilhelm IV. Wunderbar als Vordergrund, wenn du rückwärtsgewandt den Holzrundbau in‘ s Bild bekommen willst, ein wenig verstellt mit Containern und ihren Aufschriften: ANTIFA. –

Wo sind sie geblieben? Wo war das Grab: MEINER LIEBEN DICKEN in den 70er Jahren. Wir suchen den Ausgang Gartenstraße und wissen: Ah, gegenüber! Dort die Fluchttunnel, dort die Gräber, die wir kannten.

Unsere Nachbarn, die uns zum Fernsehen eingeladen hatten.

Die Kinder schliefen.

Jetzt sind sie offen die Querstraßen zwischen der Invalidenstraße und der Bernauer.

Du siehst nicht mehr den Turm der Versöhnungskirche, die zum Politikum geworden ist. Was ist nicht dazu geworden? Vielleicht das Schicksal der Berliner? Du kannst ihn nicht mehr sehen. Es gibt keinen. Nur ein Kreuz an der runden Holzwand ist erkennbar auf meinen Fotos, die ich geschossen habe von diesem Tag.

Längst waren wir in dem gesegneten Land Thüringen, es war nicht gespalten, jedenfalls nicht in einen amerikanischen und sowjetischen Sektor, nicht in Länder mit französischer Rechtstradition oder englischer, im Unterschied zur sowjetischen?! Längst waren wir dort? Ja, 10 Jahre, nachdem wir gegangen waren, fiel er über Nacht. Immer hatten wir ihn gesehen durch den Hinterhof hinüber zur Mauer. Alles still, wenn nicht geschossen wurde. Autos gab es nicht.

DANKE, GOTT, habe ich in das Gästebuch geschrieben. Das genügte mir.

Mitarbeiterschaft

Liebe Gemeinde, liebe Schwestern und Brüder, der Apostel Paulus hat während seiner verschiedenen Missionsreisen nicht nur gepredigt wie ein Wanderprediger, sondern er ist ein Stück weit geblieben und hat Gemeinden gepflanzt – gegründet. Neue Gemeinden. Er war Missionar. Wenn es eine Missionar oder eine Missionarin schafft, dass wirklich eine Gemeinde entsteht und nicht wie ein Strohfeuer erlischt, sobald der Wanderprediger, der Pfarrer, die Pfarrerin z.B. die Stelle wechseln, den Ort, dann ist das ein Wunder Gottes vor unseren Augen. Dann hat Christus Gestalt gewonnen vor unsren Augen und Ohren.

Allerdings mit Händen in den Schoß legen und den lieben Gott einen guten Mann sein lassen geht das nicht. Paulus und seine Mitarbeiter haben Briefe an ihre Gemeinden geschreiben. sie haben Boten geschickt, die ihnen berichteten, wie Saat aufgegangen ist. Die Saat des Evangeliums. Gerade in Korinth war diese ständige Begleitung – wenn auch nur aus der Ferne – überlebenswichtig für diese neugegründete Gemeinde in der Hafenstadt, ein Konglomerat von verschiedenen Weltanschauungen und Lebensauffassungen. Wie schnell wurden da Ikonen gezaubert und gegeneinander ausgespielt. Auch in der Gemeinde: Paulus gegen Apollos, Apollos gegen Paulus.

Aber gerade das waren die Momente für den Lehrer der Völker, Christus zu verkündigen und nicht Stilfragen zu erörtern: einen anderen Grund kann niemand legen, als der, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus. Da hören dann die philosophischen beziehungsweise theologischen Schulen auf, denn: An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Diejenigen, die auf diesen Grund bauen, der g e l e g t ist. Ja, das geht nicht ohne ein gewisses Risiko. Da ist auch scheitern möglich. Paulus redet von Feuer, ja vom Feuer des Gerichtes, durch welches die Zeugen des Wortes Gottes, des gekommenen und wiederkommenden Christus, gehen werden.

Was hat jeder, jede einzubringen?

Paulus erwartet, daß nach der Grundlegung die Gemeinde mit ihren Gaben, jeder Einzelne mit seinem Fundusetwas beiträgt zu zu dem OIKOS, dem Haus, ja dem Tempel der Gemeinde. Denn im Stil des Bundes Gottes mit seinem Volk geht es um den Tempel, der gebaut wird, nachhaltig.

Wahrhaftig.

Ehrlich.

Mit dem Wertvollsten, was jeder beizusteuern in der Lage ist.

Und auch – wenn es schief geht: „Gott hält die ganze Welt in seiner Hand. Er hält auch dich und mich in seiner Hand. Er wird dich halten, auch wenn du es nicht geschafft hast mit deinem Tempelbau, deinem Kirchenbau, deiner Mitarbeiterschaft.

Ja, er wird dich retten. Es ist eine spannende Sache: der Gemeindeaufbau. Gut, daß wir einen Gott haben, der in Jesus Christus vergibt.

Denn: es geht um die EHRE GOTTES, nicht um unsere Eitelkeiten. Es geht um seine Verherrlichung, an der wir teilhaben im glauben an Jesus Christus. Um nicht mehr und nicht weniger. Die Gemeinde Jesu in dieser Welt darzustellen, der Welt „ein Schauspiel zu geben“ – damit werden wir durch den HERRN zu Mitarbeitern Gottes und seines HEILANDSWERKES, wie das Bischof Scharf einmal ausgedrückt hat.

Aber wir brauchen keine Angst zu haben. Es ist ein Netz unter uns gespannt, wenn wir die Balance nicht halten können. Seine Gnade und Barmherzigkeit. Das gibt uns die nötige Ruhe und Gelassenheit an s Werk zu gehen und in seinem Auftrag Kirche und Gemeinde helfen so attraktiv zu machen, daß sie an Strahlkraft zunimmt und Menschen anzieht und nicht abstößt.

Insofern ist das keine alte Story, die sich vor 2000 Jahren abgespielt hat. Sie spielt sich bis auf den heutigen Tag ab und der HERR wartet, daß wir seine Werkzeuge werden, damit Menschen in der Erkenntnis Seines Friedens und Seiner Gerechtigkeit handeln und die Welt nicht aufgeben, sondern freundlicher machen. In kleinen Schritten, die spürbar sind in meiner unmittelbaren Umwelt. Schenke es uns der DREI EINIGE GOTT, dass wir Früchte des Glaubens hervorbringen. Damit die Welt Hoffnung schöpfen kann.

„Und wir unseren Lohn empfangen.“

Dem Apostel liegt daran, dass wir das ernst nehmen, ja, daß es uns heilig ist Mitarbeiter Gottes zu sein. Um sein Reich in dieser Welt mit auf zu bauen. In seinem Weinberg wirklich präsent zu sein. AMEN

Gemeindepredigt in der Coronazeit am 30. 8. 2020 in Mahlsdorf (Berlin) nach dem so genannten ersten Brief des Apostel Paulus an die von ihm gegründete Gemeinde in Korinth, Kapitel 3 Verse 9 – 17.

Der Stolz der Heiden oder das Geheimnis des Glaubens: Juden und Christen. Die Wurzeln.

Im Flugzeug im Stehen die Rabbis.

Ich höre: „Der Messias kommt.“

„Bei uns kommt er wieder!“

Sagen die Christen.

Berliner Geschichte: Der Alte Fritz zitiert einen Theologiestudenten. „Sage er mir einen Beweis Gottes.“ Der Theologiestudent überlegt. Nach einer gewissen Zeit antwortet er:“ Seine Majestät, die Juden.“

Der Alte Fritz nach einer Weile: „Er hat recht geantwortet.“

Keine Berliner Geschichte: Am See Genezareth sitzen zwei Hebräer und tauschen ihre Erinnerungen aus. Plötzlich ruft jemand in DEUTSCH: HILFE, HILFE! Sie lassen ihn rufen. Aber dann sagt doch einer von den beiden: „Sollten wir nicht helfen?“ Der andere: „Warum, hätte er hebräisch gelernt, ich würde hinein springen.“

Mit den Deutschen gab es in der Einwanderungszeit ein großes Problem. Sie hingen so an ihrem deutschen Vaterland und ihrer assimilierten Muttersprache, daß sie sich lange weigerten hebräisch zu lernen, die neue Nationalsprache. Übrigens könnte man die Geschichte zur allgemeinen Entspannung auch anders herum erzählen: Zwei deutsche Juden lassen sich auf einer Parkbank am See Genezareth nieder und palawern in ihrer geliebten deutschen Sprache. Plötzlich ruft jemand in HEBRÄISCH: HILFE HILFE! Sie zeigen sich ungerührt, bis einer sagt: „Sollten wir nicht nach sehen ?“ Warum“, sagt der andere, „ich verstehe diese Sprache nicht. Kann er nicht deutsch sprechen?“

In Israel ist mir erzählt worden, daß die Deutschen ein Quadrat im Kopf haben, so daß sie nur sehr schwer hebräisch lernen konnten. „Die Worte kreiseln nicht, sie bleiben in den Ecken hängen“.

Das nächste Mal erzähle ich einen jüdischen Witz, den meine Enkel nicht lesen sollen.

Danke Frau Landmann, danke Yuval Lapide.

Epistel

Die Predigt zu Hebräer – Letzte Ermahnungen Kapitel 13 – geht weiter, obwohl gehalten vor über einer Woche in der St. Laurentiuskirche zu Köpenick. Eine Kirche, wesentlich weniger „umfangreich“ als die Brüderkirche zu Altenburg/Thüringen, die WENDEKIRCHE (wer hat evangelisch.de gesehen im Juli ZDF Themapredigt unter Corona – Bedingungen LEBEN TAUFE). Meine letzte Dienstkirche.

Warum geht sie weiter?

Ich hoffe das.

Bei mir und bei denen, die im Gottesdienst auf das Wort Gottes hören wollten.

Bei mir aber auch faktisch, weil die anderen Lesungen: Evangelium, Epistel noch längst nicht ausgeschöpft wurden. Sie sind ja Teile des Gottesdienstes ebenso wie die Predigt und ihr zugrundeliegender Text.

Also Acta, auf deutsch Apostelgeschichte: Das ist die Geschichte und der Anfang des Christentums.

Apostelgeschichte. Die Geschichte der Apostel, die in Jerusalem bleiben oder wandern, um das Evangelium von der Gnade Gottes überall zu verkündigen.

Die Apostelgeschichte ist der Beginn der Geschichte von der weltweiten Ausbreitung des christlichen Glaubens.

Apostelgeschichte 2, 41.

Es geht um die ersten Versammlungen in den Häusern HIN UND HER. Bei Brot und Wein. Fisch und Gespräch.

Hausgemeinden. Hauskreise. Bibelkreise. Gemeinsame Mahlzeiten. Brotbrechen. Versammlungen. In England haben die Hauskirchen Gestalt angenommen, als die Staatskirche bröckelte und die Kirchen verkauft werden mussten. So genannte Hauskreise wuchsen. „Der HERR aber fügte täglich zur GEMEINDE hinzu, DIE GERETTET WURDEN“. Ein Merkmal der Gemeinde JESU CHRISTI: RETTUNG.

Welche Erfahrungen haben Sie gemacht mit Gemeinden. Haben Sie eine Gemeinde gefunden? Die englischen Hauskreise hatten damals so viel KRAFT gewonnen, daß sie Kirchen zurückkaufen konnten. EIN WUNDER GOTTES.

„Es kam aber Furcht über alle Seelen und es geschahen auch viele Wunder und Zeichen durch die Apostel.“ (Apostelgeschichte 2,43) Wunder über Wunder: Gebetsgemeinschaft, Brotbrechen, gemeinsame Mahlzeiten. Ja, es war Kommunismus: Gütergemeinschaft. Oder besser in der Begrifflichkeit: COMMUNITÄT. Freiheit. Nicht Zwang. Wahrheit nicht Lüge. Beichte. Vergebung. Aber auch Tod und Gericht.

Wenn du dich selber belügst.

Nimm und lies noch einmal alle Wortteile des Gottesdienstes. Wenn Du magst. Das Evangelium nach Johannes 6 1 – 15; Epistel (eigentlich Brief, diesmal Geschichte des Christentums) Apostelgeschichte 2 41 – 47.

Lass es Dir gut gehen. Mit Gottes Frieden, der höher ist als alle Vernunft.

king of jesus

Da wird erzählt von dem Hunger.

Nach Leben.

Da wird erzählt von dem Durst.

Nach Leben.

Deshalb wird Christus fast gestalkt. Sie wollen ihn zum Brotkönig machen,

nachdem er ihnen zu essen gegeben hat.

Zu trinken von dem Wasser des Lebens umsonst.

Am Berg.

Ich stand da schon oben. Es war sehr heilig, bis ich die Heuwender gesehen habe wie überall auf der Welt an Hängen, auf Bergen, auf der flachen Wiese, wo die Wasser vorbei sickern, bis sie zum Strom werden. Und du weißt nicht: Fließt er oder steht er. See oder Fluß.

Also heilig der Berg Jesu, auf dem die Worte des Lebens gesprochen wurden und das Brot ausgeteilt, das nie versiegt in den Körben, wie der Wein in den Krügen. Der Fisch bleibt übrig. Die Brocken. Sie werden aufgesammelt, damit nichts verkommt.

Die Schöpfung ist heilig.

Der Alltag?

Ja, wenn Du ihn heiligst.

Aber alles kann kippen. Jesus flieht zurück auf des Berges Spitze. Sie wollen ihn zum Brotkönig machen. Dann wäre doch alle so schön einfach. Immer essen wie im Märchen.

Immer Wein, wie im Rausch.

Das ist das Evangelium des 5. Sonntages in der TRINITATIS-Zeit. Speisung der 5000. Evangelium des Johannes, 6.Kapitel 1 – 15; lies dazu die Predigt unten.

Kalenderblätter

1

Vorausschauend Rügen,

Dorf wie Thüringen mit Meer,

Serams,

trotz und wegen CORONA

für relativ wenig Geld.

Hoffentlich

Ernte.

Brombeeren.

Staub der Erde, wenn sie sofort gepflügt wird.

Nach der Ernte.

Sie soll nicht ruhen.

Jedenfalls so nicht: mit dem Drachen über den Stoppelfeldern.

2

Und der Seewind zaust,

Auch der Landwind.

Du gehst und gehst bis du in der Metropole bist: Binz. Dort suchst du den Strand, wie vor Jahren und fährst vorher die Stadt ab, stehend im offenen „Käfer“ dem ROTEN, die Frauen lieben ihn, gerade die frommen und die Mädchen, den VW, das verbotene Selbst: lateinisch AUTO.

Den Strand hattest du

vor Jahren immer am Morgen

und bist aus dem Wasser gestiegen

als die Sonne aufging im Osten.

Wie die Übermenschen.

Nackt.

Wenn du zurückblicktest

Golden

die Sonnenbrücke.

„Du sollst nicht darauf laufen,

über das Meer

Richtung Osten

wo die Sonne aufgeht

GOLDEN,

Verbrenn Dir nicht die Flügel

Du Flügelmann Du“.

3

Also schau aufs Land,

die Linde, die Arme der Linde.

Sie decken das Dach des alten Fischerhauses.

Der breite Weg zum ehemaligen Quartier.

Das war 2017.

Binz.

4

Morgen ist 2020 im Juni/Juli/August.

Wieder

so Gott will und wir leben

Rügen, diesmal Bauernhof in Serams

nicht der neureiche Sprengel.

Mal sehen.

Der Strauch, der Strauchdieb und die Diebin

sollen einladen zum saurem Wein.

Dieses Bild hat ein leeres alt-Attribut; sein Dateiname ist cover-zeitlos.jpg.

LESEN!

Nun aber aufschlagen: Such “ HERBST“, damit du weißt, wer ich bin. Oder „LESUNG HEIDELBERG“ und“HEIDELBERG“. Das Buch selber, das Du vor dir siehst, schlag auf unter „STÜRMISCHE ZEITEN“. Es steht bei „AUS MEINEM ARCHIV“.Stöbere.Vielleicht findest Du, was Dir gefällt. Laß es mich wissen. Sieh auch bei Genricha Geine, d.i. Heinrich Heine:“Das wilde Meer.“ Und bei Franz Schubert, der Heine vertont.

Klaus Berger+

1.

Ich habe eine Zeitung.

Die kommt einmal unter der Woche.

Im Normalfall donnerstags.

Andernfalls Freitag.

Nämlich seitdem sie mir nachgeschickt wird. In ein anderes Land: Brandenburg. Genauer Berlin. Noch genauer (und förderal-politisch): LAND BERLIN.

Es ist ja ein Land. Die Wälder. Die Sauen, die schwimmen unter dem Stacheldraht an’s andere Ufer. Dorthin, wohin sie wollen, weil dort – es hat sich herumgesprochen – die Ernte am größten.

Nein, nicht nur Eicheln im Herbst, auch Kitze z.B.

Ich protestiere.

Sogar beim Senat: Die Schußquote ist nicht ausgewogen. Die Balance nicht mehr gegeben. Ich vermisse das scheue Reh.

„Der alte Eber treibt sein Unwesen im geteilten ungeteilten Berlin und wühlt die alten Geschichten auf.“ (Berliner Erzählungen-Heile Welt)

Seitdem nehme ich einen Knüppel mit, wenn ich spazieren gehe in den Wäldern.

Vor allen Dingen in der Dämmerung, Richtung See.

Besser nicht.

Auch mit Knüppel.

„So, nun reichts mit der Vorrede über die Schwierigkeiten eines Umzuges.“

2.

Was wollte ich eigentlich erzählen?

GLAUBE UND HEIMAT. Sie wird mir nachgeschickt.

Diese Zeitung, einmal unter der Woche.

In ihr habe ich gelesen unter einem Bild in Schwarz-Weiß, ein Paßbild:

KLAUS BERGER verstorben. Es taucht auf die ganz andere Welt in unserem Pfarrhaus, anno 1600 gebaut, im Jahr des HERRN. Ein altes Lehrerhaus, Lateinschule mit einem Kellerloch, in das die unartigen Kinder eingesperrt werden lt. SAGA.

KLAUS BERGER zu Besuch, um über GOTT zu reden. Die Kirche voll. Gott ist nicht nur der Liebende. Auch der Furchtbare, der dich in Versuchung führt. Wie im Vaterunser. Der das Herz des Pharao verhärtet, damit es vor aller Welt Augen gebrochen werden kann und die Reiter im Meer ertrinken.

Lest das bitte selber nach.

Ja, in dem altertümlichen Pfarrhaus – Lehmwände, die wärmen, wenn es kalt ist und in der neugotischen Kirche für tausend Leute… Dort wird auch DREWERMANN zu Gast sein und weinen wegen der Herzlichkeit, mit der er empfangen. Der einsame alte Mann, der mit dem Zug herumreist, sogar im Osten. Für wenig Geld. Gott, ein Gott der Gnade. „Ohne Jesus könnte ich nicht leben.“ Vorige Woche in seinem Gespräch (G und H). Wegen dem Krieg, den es gibt. Den Aufständen des Gewissens. Ohne JESUS Hass und Verzweiflung.

Nach seinem Vortrag in der Kirche am Markt ist er wieder weggefahren mit Tränen in den Augen.

KLAUS BERGER: Zweimal hat er in einem Kämmerchen bei uns übernachtet. Am Morgen SAFTRAK, d. i. Frühstück. Das ist RUSSISCH. –

Einer, eine hat ihn gefragt am Abend vorher in der Kirche: “ Wie ist das mit den vielen Religionen?“

„Mit den Religionen ist das so wie mit dem KELCH ZUM HEILIGEN MAHL.“ Ich weiß nicht mehr, ob er einen Kelch zu Demonstrationszwecken in der Hand trug.

„Der Kelch ist zum DREHEN, wie eine Kugel.“

„Der STIEL ist durchgebrochen von mehreren ACHSEN. So scheint es. Der Pastor dreht an den Enden den Kelches. Es ist immer derselbe Kelch und derselbe Wein. Aber er wird gedreht. – Es ist immer derselbe Kelch. Schauen Sie doch. So ist das mit den Religionen, mit den Konfessionen, die im Glauben gelebt werden.“

„Ich weiß, die Verzierungen zum Drehen sind für die Hygiene gedacht.“

„Nehmen Sie es als Sinnbild für den Glaubenden, der die Gabe des Glaubens empfängt.“

„Den Wein des Lebens.“

„Es ist immer der gleiche Gott.“

Gott ist nicht divers. Es ist der Eine Gott, an den ich glaube. Das gestehe ich meinem Nächsten auch zu, der glaubt. Egal wie seine Religion heißt. Sein Bekenntnis. Habt Ihr das verstanden? Der Kelch bleibt derselbe, wenn Ihr ihn auch dreht. – KLAUS BERGER in der Brüderkriche zu Altenburg.

Er war etwas wackelig, fast hinfällig. Haltlos. So haben wir das empfunden in der post-sozialistischen Jugendweihegesellschaft.

Danke KLAUS BERGER für die 3. Erklärung