Hervorgehoben

Meditation: Die Hoheitstitel Christi Heiland

HELIAND in meinem bayrisch-thüringischen Gesangbuch, zerlesen und gebraucht mit vielen Bildern von Kokoschka, Schmidt-Rottluff und anderen mehr, mir nicht so geläufig.

Mit Gedichten. Gebeten von Gläubigen und Atheisten, die sich so nennen.

Oder als solche in Anspruch genommen werden.

Heliand germanisch, zu deren Erlösung.

Wenn sie kamen und die Botschafter umbringen wollten, weil sie ihnen in ihr Handwerk pfuschten, das sie beherrschten: Mord und Totschlag.

Wenn sie kamen und die Missionare umbringen wollten, weil sie ihnen die Gebote Gottes vorhielten.

Wie die Propheten, die Gekreuzigten und Zersägten, Gemarterten, die Heiligen.

In HEIDENANGST.

Wie immer bis auf den heutigen Tag.

Der Tod ist ein Meister in Deutschland.

Doch einige ergriffen die Chance wegen der Predigt von dem Opfer des Einen.

Nun sind nicht mehr gefordert die Opfer der Angst.

In ihren Wälder, in denen sie hingen.

Die Erstgeborenen. die Söhne. Die Liebsten.

Wie in einem bösen Märchen.

DER LIEBE HERR HEILAND

DER ERHÖHTE

DER GEKREUZIGTE.

UND AUFERSTANDENE

In Zeiten des Kranzes.

Corona.

Wo wird der gepredigt von den Oberen, den Bischöfen.

Wo ist der Raum und die Zeit für IHN.

Ja, sicher das Heil.

Es genügt.

Und es ist ganzheitlich.

TROTZDEM

Kirche bedeutet: konkret.

Kirche bedeutet: Raum.

Kirche bedeutet, es ist an der Zeit: ZU ERINNERN.

Gott ist mein Arzt.

Meine Burg.

Mein Fels.

Corona.

Aller Abstand ist gut.

Aber näher mein Gott zu Dir.

Aller Mundschutz ist besser als nichts.

Aber Dein Wort in meinem Herzen.

Aber der Raum des Heilandes darf nicht verschwiegen werden.

Sonst versiegen die Quellen der Kraft und wir verwenden Formeln.

Dann kommt die Bedeutungslosigkeit.

Ostern ohne Auferstehung.

Es geschieht das Wunder in der Anrufung des Heiligen Geistes.

In der EUCHARISTIE.

Das Geheimnis EKKLESIA.

Das Heilige.

Mitarbeiterschaft

Liebe Gemeinde, liebe Schwestern und Brüder, der Apostel Paulus hat während seiner verschiedenen Missionsreisen nicht nur gepredigt wie ein Wanderprediger, sondern er ist ein Stück weit geblieben und hat Gemeinden gepflanzt – gegründet. Neue Gemeinden. Er war Missionar. Wenn es eine Missionar oder eine Missionarin schafft, dass wirklich eine Gemeinde entsteht und nicht wie ein Strohfeuer erlischt, sobald der Wanderprediger, der Pfarrer, die Pfarrerin z.B. die Stelle wechseln, den Ort, dann ist das ein Wunder Gottes vor unseren Augen. Dann hat Christus Gestalt gewonnen vor unsren Augen und Ohren.

Allerdings mit Händen in den Schoß legen und den lieben Gott einen guten Mann sein lassen geht das nicht. Paulus und seine Mitarbeiter haben Briefe an ihre Gemeinden geschreiben. sie haben Boten geschickt, die ihnen berichteten, wie Saat aufgegangen ist. Die Saat des Evangeliums. Gerade in Korinth war diese ständige Begleitung – wenn auch nur aus der Ferne – überlebenswichtig für diese neugegründete Gemeinde in der Hafenstadt, ein Konglomerat von verschiedenen Weltanschauungen und Lebensauffassungen. Wie schnell wurden da Ikonen gezaubert und gegeneinander ausgespielt. Auch in der Gemeinde: Paulus gegen Apollos, Apollos gegen Paulus.

Aber gerade das waren die Momente für den Lehrer der Völker, Christus zu verkündigen und nicht Stilfragen zu erörtern: einen anderen Grund kann niemand legen, als der, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus. Da hören dann die philosophischen beziehungsweise theologischen Schulen auf, denn: An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Diejenigen, die auf diesen Grund bauen, der g e l e g t ist. Ja, das geht nicht ohne ein gewisses Risiko. Da ist auch scheitern möglich. Paulus redet von Feuer, ja vom Feuer des Gerichtes, durch welches die Zeugen des Wortes Gottes, des gekommenen und wiederkommenden Christus, gehen werden.

Was hat jeder, jede einzubringen?

Paulus erwartet, daß nach der Grundlegung die Gemeinde mit ihren Gaben, jeder Einzelne mit seinem Fundusetwas beiträgt zu zu dem OIKOS, dem Haus, ja dem Tempel der Gemeinde. Denn im Stil des Bundes Gottes mit seinem Volk geht es um den Tempel, der gebaut wird, nachhaltig.

Wahrhaftig.

Ehrlich.

Mit dem Wertvollsten, was jeder beizusteuern in der Lage ist.

Und auch – wenn es schief geht: „Gott hält die ganze Welt in seiner Hand. Er hält auch dich und mich in seiner Hand. Er wird dich halten, auch wenn du es nicht geschafft hast mit deinem Tempelbau, deinem Kirchenbau, deiner Mitarbeiterschaft.

Ja, er wird dich retten. Es ist eine spannende Sache: der Gemeindeaufbau. Gut, daß wir einen Gott haben, der in Jesus Christus vergibt.

Denn: es geht um die EHRE GOTTES, nicht um unsere Eitelkeiten. Es geht um seine Verherrlichung, an der wir teilhaben im glauben an Jesus Christus. Um nicht mehr und nicht weniger. Die Gemeinde Jesu in dieser Welt darzustellen, der Welt „ein Schauspiel zu geben“ – damit werden wir durch den HERRN zu Mitarbeitern Gottes und seines HEILANDSWERKES, wie das Bischof Scharf einmal ausgedrückt hat.

Aber wir brauchen keine Angst zu haben. Es ist ein Netz unter uns gespannt, wenn wir die Balance nicht halten können. Seine Gnade und Barmherzigkeit. Das gibt uns die nötige Ruhe und Gelassenheit an s Werk zu gehen und in seinem Auftrag Kirche und Gemeinde helfen so attraktiv zu machen, daß sie an Strahlkraft zunimmt und Menschen anzieht und nicht abstößt.

Insofern ist das keine alte Story, die sich vor 2000 Jahren abgespielt hat. Sie spielt sich bis auf den heutigen Tag ab und der HERR wartet, daß wir seine Werkzeuge werden, damit Menschen in der Erkenntnis Seines Friedens und Seiner Gerechtigkeit handeln und die Welt nicht aufgeben, sondern freundlicher machen. In kleinen Schritten, die spürbar sind in meiner unmittelbaren Umwelt. Schenke es uns der DREI EINIGE GOTT, dass wir Früchte des Glaubens hervorbringen. Damit die Welt Hoffnung schöpfen kann.

„Und wir unseren Lohn empfangen.“

Dem Apostel liegt daran, dass wir das ernst nehmen, ja, daß es uns heilig ist Mitarbeiter Gottes zu sein. Um sein Reich in dieser Welt mit auf zu bauen. In seinem Weinberg wirklich präsent zu sein. AMEN

Gemeindepredigt in der Coronazeit am 30. 8. 2020 in Mahlsdorf (Berlin) nach dem so genannten ersten Brief des Apostel Paulus an die von ihm gegründete Gemeinde in Korinth, Kapitel 3 Verse 9 – 17.

Der Stolz der Heiden oder das Geheimnis des Glaubens: Juden und Christen. Die Wurzeln.

Im Flugzeug im Stehen die Rabbis.

Ich höre: „Der Messias kommt.“

„Bei uns kommt er wieder!“

Sagen die Christen.

Berliner Geschichte: Der Alte Fritz zitiert einen Theologiestudenten. „Sage er mir einen Beweis Gottes.“ Der Theologiestudent überlegt. Nach einer gewissen Zeit antwortet er:“ Seine Majestät, die Juden.“

Der Alte Fritz nach einer Weile: „Er hat recht geantwortet.“

Keine Berliner Geschichte: Am See Genezareth sitzen zwei Hebräer und tauschen ihre Erinnerungen aus. Plötzlich ruft jemand in DEUTSCH: HILFE, HILFE! Sie lassen ihn rufen. Aber dann sagt doch einer von den beiden: „Sollten wir nicht helfen?“ Der andere: „Warum, hätte er hebräisch gelernt, ich würde hinein springen.“

Mit den Deutschen gab es in der Einwanderungszeit ein großes Problem. Sie hingen so an ihrem deutschen Vaterland und ihrer assimilierten Muttersprache, daß sie sich lange weigerten hebräisch zu lernen, die neue Nationalsprache. Übrigens könnte man die Geschichte zur allgemeinen Entspannung auch anders herum erzählen: Zwei deutsche Juden lassen sich auf einer Parkbank am See Genezareth nieder und palawern in ihrer geliebten deutschen Sprache. Plötzlich ruft jemand in HEBRÄISCH: HILFE HILFE! Sie zeigen sich ungerührt, bis einer sagt: „Sollten wir nicht nach sehen ?“ Warum“, sagt der andere, „ich verstehe diese Sprache nicht. Kann er nicht deutsch sprechen?“

In Israel ist mir erzählt worden, daß die Deutschen ein Quadrat im Kopf haben, so daß sie nur sehr schwer hebräisch lernen konnten. „Die Worte kreiseln nicht, sie bleiben in den Ecken hängen“.

Das nächste Mal erzähle ich einen jüdischen Witz, den meine Enkel nicht lesen sollen.

Danke Frau Landmann, danke Yuval Lapide.

Epistel

Die Predigt zu Hebräer – Letzte Ermahnungen Kapitel 13 – geht weiter, obwohl gehalten vor über einer Woche in der St. Laurentiuskirche zu Köpenick. Eine Kirche, wesentlich weniger „umfangreich“ als die Brüderkirche zu Altenburg/Thüringen, die WENDEKIRCHE (wer hat evangelisch.de gesehen im Juli ZDF Themapredigt unter Corona – Bedingungen LEBEN TAUFE). Meine letzte Dienstkirche.

Warum geht sie weiter?

Ich hoffe das.

Bei mir und bei denen, die im Gottesdienst auf das Wort Gottes hören wollten.

Bei mir aber auch faktisch, weil die anderen Lesungen: Evangelium, Epistel noch längst nicht ausgeschöpft wurden. Sie sind ja Teile des Gottesdienstes ebenso wie die Predigt und ihr zugrundeliegender Text.

Also Acta, auf deutsch Apostelgeschichte: Das ist die Geschichte und der Anfang des Christentums.

Apostelgeschichte. Die Geschichte der Apostel, die in Jerusalem bleiben oder wandern, um das Evangelium von der Gnade Gottes überall zu verkündigen.

Die Apostelgeschichte ist der Beginn der Geschichte von der weltweiten Ausbreitung des christlichen Glaubens.

Apostelgeschichte 2, 41.

Es geht um die ersten Versammlungen in den Häusern HIN UND HER. Bei Brot und Wein. Fisch und Gespräch.

Hausgemeinden. Hauskreise. Bibelkreise. Gemeinsame Mahlzeiten. Brotbrechen. Versammlungen. In England haben die Hauskirchen Gestalt angenommen, als die Staatskirche bröckelte und die Kirchen verkauft werden mussten. So genannte Hauskreise wuchsen. „Der HERR aber fügte täglich zur GEMEINDE hinzu, DIE GERETTET WURDEN“. Ein Merkmal der Gemeinde JESU CHRISTI: RETTUNG.

Welche Erfahrungen haben Sie gemacht mit Gemeinden. Haben Sie eine Gemeinde gefunden? Die englischen Hauskreise hatten damals so viel KRAFT gewonnen, daß sie Kirchen zurückkaufen konnten. EIN WUNDER GOTTES.

„Es kam aber Furcht über alle Seelen und es geschahen auch viele Wunder und Zeichen durch die Apostel.“ (Apostelgeschichte 2,43) Wunder über Wunder: Gebetsgemeinschaft, Brotbrechen, gemeinsame Mahlzeiten. Ja, es war Kommunismus: Gütergemeinschaft. Oder besser in der Begrifflichkeit: COMMUNITÄT. Freiheit. Nicht Zwang. Wahrheit nicht Lüge. Beichte. Vergebung. Aber auch Tod und Gericht.

Wenn du dich selber belügst.

Nimm und lies noch einmal alle Wortteile des Gottesdienstes. Wenn Du magst. Das Evangelium nach Johannes 6 1 – 15; Epistel (eigentlich Brief, diesmal Geschichte des Christentums) Apostelgeschichte 2 41 – 47.

Lass es Dir gut gehen. Mit Gottes Frieden, der höher ist als alle Vernunft.

king of jesus

Da wird erzählt von dem Hunger.

Nach Leben.

Da wird erzählt von dem Durst.

Nach Leben.

Deshalb wird Christus fast gestalkt. Sie wollen ihn zum Brotkönig machen,

nachdem er ihnen zu essen gegeben hat.

Zu trinken von dem Wasser des Lebens umsonst.

Am Berg.

Ich stand da schon oben. Es war sehr heilig, bis ich die Heuwender gesehen habe wie überall auf der Welt an Hängen, auf Bergen, auf der flachen Wiese, wo die Wasser vorbei sickern, bis sie zum Strom werden. Und du weißt nicht: Fließt er oder steht er. See oder Fluß.

Also heilig der Berg Jesu, auf dem die Worte des Lebens gesprochen wurden und das Brot ausgeteilt, das nie versiegt in den Körben, wie der Wein in den Krügen. Der Fisch bleibt übrig. Die Brocken. Sie werden aufgesammelt, damit nichts verkommt.

Die Schöpfung ist heilig.

Der Alltag?

Ja, wenn Du ihn heiligst.

Aber alles kann kippen. Jesus flieht zurück auf des Berges Spitze. Sie wollen ihn zum Brotkönig machen. Dann wäre doch alle so schön einfach. Immer essen wie im Märchen.

Immer Wein, wie im Rausch.

Das ist das Evangelium des 5. Sonntages in der TRINITATIS-Zeit. Speisung der 5000. Evangelium des Johannes, 6.Kapitel 1 – 15; lies dazu die Predigt unten.

Kalenderblätter

1

Vorausschauend Rügen,

Dorf wie Thüringen mit Meer,

Serams,

trotz und wegen CORONA

für relativ wenig Geld.

Hoffentlich

Ernte.

Brombeeren.

Staub der Erde, wenn sie sofort gepflügt wird.

Nach der Ernte.

Sie soll nicht ruhen.

Jedenfalls so nicht: mit dem Drachen über den Stoppelfeldern.

2

Und der Seewind zaust,

Auch der Landwind.

Du gehst und gehst bis du in der Metropole bist: Binz. Dort suchst du den Strand, wie vor Jahren und fährst vorher die Stadt ab, stehend im offenen „Käfer“ dem ROTEN, die Frauen lieben ihn, gerade die frommen und die Mädchen, den VW, das verbotene Selbst: lateinisch AUTO.

Den Strand hattest du

vor Jahren immer am Morgen

und bist aus dem Wasser gestiegen

als die Sonne aufging im Osten.

Wie die Übermenschen.

Nackt.

Wenn du zurückblicktest

Golden

die Sonnenbrücke.

„Du sollst nicht darauf laufen,

über das Meer

Richtung Osten

wo die Sonne aufgeht

GOLDEN,

Verbrenn Dir nicht die Flügel

Du Flügelmann Du“.

3

Also schau aufs Land,

die Linde, die Arme der Linde.

Sie decken das Dach des alten Fischerhauses.

Der breite Weg zum ehemaligen Quartier.

Das war 2017.

Binz.

4

Morgen ist 2020 im Juni/Juli/August.

Wieder

so Gott will und wir leben

Rügen, diesmal Bauernhof in Serams

nicht der neureiche Sprengel.

Mal sehen.

Der Strauch, der Strauchdieb und die Diebin

sollen einladen zum saurem Wein.

Dieses Bild hat ein leeres alt-Attribut; sein Dateiname ist cover-zeitlos.jpg.

LESEN!

Nun aber aufschlagen: Such “ HERBST“, damit du weißt, wer ich bin. Oder „LESUNG HEIDELBERG“ und“HEIDELBERG“. Das Buch selber, das Du vor dir siehst, schlag auf unter „STÜRMISCHE ZEITEN“. Es steht bei „AUS MEINEM ARCHIV“.Stöbere.Vielleicht findest Du, was Dir gefällt. Laß es mich wissen. Sieh auch bei Genricha Geine, d.i. Heinrich Heine:“Das wilde Meer.“ Und bei Franz Schubert, der Heine vertont.

Klaus Berger+

1.

Ich habe eine Zeitung.

Die kommt einmal unter der Woche.

Im Normalfall donnerstags.

Andernfalls Freitag.

Nämlich seitdem sie mir nachgeschickt wird. In ein anderes Land: Brandenburg. Genauer Berlin. Noch genauer (und förderal-politisch): LAND BERLIN.

Es ist ja ein Land. Die Wälder. Die Sauen, die schwimmen unter dem Stacheldraht an’s andere Ufer. Dorthin, wohin sie wollen, weil dort – es hat sich herumgesprochen – die Ernte am größten.

Nein, nicht nur Eicheln im Herbst, auch Kitze z.B.

Ich protestiere.

Sogar beim Senat: Die Schußquote ist nicht ausgewogen. Die Balance nicht mehr gegeben. Ich vermisse das scheue Reh.

„Der alte Eber treibt sein Unwesen im geteilten ungeteilten Berlin und wühlt die alten Geschichten auf.“ (Berliner Erzählungen-Heile Welt)

Seitdem nehme ich einen Knüppel mit, wenn ich spazieren gehe in den Wäldern.

Vor allen Dingen in der Dämmerung, Richtung See.

Besser nicht.

Auch mit Knüppel.

„So, nun reichts mit der Vorrede über die Schwierigkeiten eines Umzuges.“

2.

Was wollte ich eigentlich erzählen?

GLAUBE UND HEIMAT. Sie wird mir nachgeschickt.

Diese Zeitung, einmal unter der Woche.

In ihr habe ich gelesen unter einem Bild in Schwarz-Weiß, ein Paßbild:

KLAUS BERGER verstorben. Es taucht auf die ganz andere Welt in unserem Pfarrhaus, anno 1600 gebaut, im Jahr des HERRN. Ein altes Lehrerhaus, Lateinschule mit einem Kellerloch, in das die unartigen Kinder eingesperrt werden lt. SAGA.

KLAUS BERGER zu Besuch, um über GOTT zu reden. Die Kirche voll. Gott ist nicht nur der Liebende. Auch der Furchtbare, der dich in Versuchung führt. Wie im Vaterunser. Der das Herz des Pharao verhärtet, damit es vor aller Welt Augen gebrochen werden kann und die Reiter im Meer ertrinken.

Lest das bitte selber nach.

Ja, in dem altertümlichen Pfarrhaus – Lehmwände, die wärmen, wenn es kalt ist und in der neugotischen Kirche für tausend Leute… Dort wird auch DREWERMANN zu Gast sein und weinen wegen der Herzlichkeit, mit der er empfangen. Der einsame alte Mann, der mit dem Zug herumreist, sogar im Osten. Für wenig Geld. Gott, ein Gott der Gnade. „Ohne Jesus könnte ich nicht leben.“ Vorige Woche in seinem Gespräch (G und H). Wegen dem Krieg, den es gibt. Den Aufständen des Gewissens. Ohne JESUS Hass und Verzweiflung.

Nach seinem Vortrag in der Kirche am Markt ist er wieder weggefahren mit Tränen in den Augen.

KLAUS BERGER: Zweimal hat er in einem Kämmerchen bei uns übernachtet. Am Morgen SAFTRAK, d. i. Frühstück. Das ist RUSSISCH. –

Einer, eine hat ihn gefragt am Abend vorher in der Kirche: “ Wie ist das mit den vielen Religionen?“

„Mit den Religionen ist das so wie mit dem KELCH ZUM HEILIGEN MAHL.“ Ich weiß nicht mehr, ob er einen Kelch zu Demonstrationszwecken in der Hand trug.

„Der Kelch ist zum DREHEN, wie eine Kugel.“

„Der STIEL ist durchgebrochen von mehreren ACHSEN. So scheint es. Der Pastor dreht an den Enden den Kelches. Es ist immer derselbe Kelch und derselbe Wein. Aber er wird gedreht. – Es ist immer derselbe Kelch. Schauen Sie doch. So ist das mit den Religionen, mit den Konfessionen, die im Glauben gelebt werden.“

„Ich weiß, die Verzierungen zum Drehen sind für die Hygiene gedacht.“

„Nehmen Sie es als Sinnbild für den Glaubenden, der die Gabe des Glaubens empfängt.“

„Den Wein des Lebens.“

„Es ist immer der gleiche Gott.“

Gott ist nicht divers. Es ist der Eine Gott, an den ich glaube. Das gestehe ich meinem Nächsten auch zu, der glaubt. Egal wie seine Religion heißt. Sein Bekenntnis. Habt Ihr das verstanden? Der Kelch bleibt derselbe, wenn Ihr ihn auch dreht. – KLAUS BERGER in der Brüderkriche zu Altenburg.

Er war etwas wackelig, fast hinfällig. Haltlos. So haben wir das empfunden in der post-sozialistischen Jugendweihegesellschaft.

Danke KLAUS BERGER für die 3. Erklärung

Gott als Geheimnis der Welt

Ich werde heute 76 Jahre alt. Das Bild zeigt Kinder, die vor 40 Jahren in einer Thüringer Dorfkirche ein Krippenspiel aufgeführt haben, zu Weihnachten, dem Geburtsfest des Heilandes Jesus Christus.

Dieses Bild hat uns ein Bergsteiger zur Verfügung gestellt, mit dem ich auf dem Athos gewandert bin, von Kloster zu Kloster. In einem Kloster durfte ich zwei Nächte übernachten, weil ich ein lutherischer Pfarrer bin, sagte der gastgebende Mönch, der in München gemeinsam mit Orthodoxen, Lutheranern und Katholiken Theologie und Philosophie studiert hat.

Da war mein Bergsteigerfreund nicht dabei, weil er alleine den Gipfel des Athos erstürmen wollte. Beziehungsweise, mir war er zu hoch. Mein Weg lag auf halber Höhe.

Natürlich kennen wir die Kinder in dem Dorf. Ungefähr wissen wir, was aus ihnen geworden ist. Schließlich haben wir über zwölf Jahre in dem evangelischen Pfarrhaus des Dorfes gewohnt und dort die Christenlehre im real-existierenden Sozialismus gehalten, in der KIrche ein paar Meter weiter die Gottesdienste gefeiert und Heilig Abend die Geburt des Herrn gespielt.

Am nächsten waren mir die Hirten im Arbeiter-und Bauernstaat. Sie stellten für uns die revolutionäre Potenz dar in dem Heiligen Raum. Übrigens auch heute noch, nachdem wir die Diktatur des Proletariats abgelöst haben in dem Glauben, daß nichts schlechter sein kann, als das, woraus wir unbedingt entkommen wollten: den Kommunismus.

Jetzt haben wir also Demokratie.

Aber das Geheimnis der Geburt des Menschen bleibt. Begründet im Geheimnis der Geburt Gottes in uns. Zu dem Weihnachtsfest. Daran möchte ich mich heute erinnern.

Danke Edgar Nönnig, daß Du diese Bilder aufhebst in der Chronik des Dorfes.

Wir sind ja über alle Berge. Erst Altenburg in Thüringen. Jetzt wieder zurück im Land Berlin, bei den ehemaligen Ossis, drüber die Wessis, um uns herum die Zonis. Ehemals.

Zur Erklärung dessen, was das Bild wirklich bedeutet, das Krippenspiel: die gegenseitige Berührung der ZWEI HIMMEL mache den Anhang auf. Ein Geschenk meiner Frau Margard Wohlfarth zu meinem Geburtstag, an dem Ihr teilnehmen sollt.

Die Falten des Priesterrocks: ein äußerlicher Beitrag anläßlich des 80.Geburtstages von Margard Wohlfarth

Meine Frau hat mir Folgendes erklärt: Der Faltenwurf eines schönen Kleides. Du weißt, wie das geht. Besser eines Rockes, „…den ein schönes Mädchen trägt, wenn es zu Tanze geht…“

2012 Wanderung Athos, Quelle privat, fotografiert Edgar Nönnig, Thonhausen

Ich: Noch besser der Faltenwurf eines heiligen Gewandes?

Ich weiß es wieder, ich kenne es noch aus den Zeiten, als uns T.J. ihre Kataloge zeigte, die sie mitbrachte zu uns von ihren vielfältigen Besuchen in Museen und Galerien.

Die schwärmerische Beschreibung eines Details. Der Faltenwurf für die arme Sünderin?

Für die Königin des Himmels?

Ich weiß es nicht mehr.

Eine wunderschöne Frau in Gold oder Rot.

Der Faltenwurf verbreitet sich auf dem Boden der Antike.

Oder auf dem Boden des finsteren Mittelalters, lichtüberströmt.

M.: Also nimm jetzt einen purpurnen Stoff und wirf ihn über den eichenen nackten Tisch. Oder die weiße bürgerliche Tischdecke über unseren RUNDEN TISCH aus Mahagoni.

Such Dir eine Tafel, auf der Du die vielfach bestickte Decke ausbreiten willst. Erst sind es Falten, dann streichst Du glatt den damastenen oder purpurnen Stoff, zärtlich.

Das Sackleinen geht auch.

Meinetwegen hast Du nur drei Falten geschafft.

Es reicht.

Dann ist es eins.

Du ziehst den Stoff, bis er glatt ist.

Verstehst Du, was ich meine?

M und M: DREIFALTIGKEIT. Fest der Heiligen DREIFALTIGKEIT.

Kein flotter Dreier (Moltmann). Ein Bild, das hilft zu verstehen: Der eine Gott. ONE.

Aber die christliche Dreieinigkeit.

Fest der Heiligen Dreifaltigkeit.

(Quelle: Gespräch mit meiner Ehefrau Margard Wohlfarth in den 50 Jahren unserer Ehe. So hat sie es sich selber klar gemacht. Und mir. – Ich darf das hier veröffentlichen mit ihrer Erlaubnis.)

S. auch Bedford-Strohm: „Fragen sie Christinnen und Christen, was der eigentliche Unterschied ihres Glaubens ist in Bezug zum Islam.

Sie wissen es nicht: Die Dreifaltigkeit des einen Gottes“.

Ja, das ist Dogmatik, was sonst?

Sie wird nötig.

Bitter nötig.

Wieder.

Bitte, divers.